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Wie viel Bargeld man auf eine Reise mitnimmt — und in welcher Form

„Wie viel soll ich mitnehmen" wird meistens zu einer Schätzung der Ausgaben pro Tag. Für die Endsumme zählt aber oft mehr, in welcher Form das Geld unterwegs ist — weil mehr an Kursen und Entgelten hängen bleibt, als die meisten erwarten.

Für Reisen innerhalb der Eurozone ist die Frage schnell erledigt: Es wird nichts umgerechnet, es bleibt nur die Frage, wie viel Bargeld man gern dabeihat. Interessant wird es bei allem, was daneben liegt — Schweiz, Polen, Tschechien, Ungarn, Türkei, Großbritannien.

Wo das Geld versickert

Es gibt drei Stellen, an denen Sie eine Marge zahlen, und es ist leicht, auf einer Reise alle drei zu zahlen:

  1. Fremdwährung zu Hause kaufen — Sie zahlen den Verkaufskurs der Wechselstube oder der Bank.
  2. Am Geldautomaten im Ausland abheben — das Auslandsentgelt Ihrer Bank plus in aller Regel das Entgelt des Automatenbetreibers.
  3. Die Umrechnung am Terminal — wenn ein Kartengerät anbietet, „in Euro" abzurechnen, ist das eine Umrechnung zu einem Kurs, den der Händler festlegt, und sie ist fast immer schlechter als die Ihrer Karte.

Die dritte ist die teuerste und zugleich die am leichtesten vermeidbare: immer die Landeswährung wählen.

Eine Aufteilung, die meistens funktioniert

  • Bargeld für Kleinigkeiten: Nahverkehr, Märkte, Läden ohne Kartenzahlung, Trinkgeld. Für eine Woche sind das je nach Land oft 100 bis 200 Euro Gegenwert — in Polen und Tschechien eher weniger, weil Karten dort fast überall laufen, in der Türkei eher mehr.
  • Karte für alles Größere — Unterkunft, Restaurant, Tickets, Tanken. Der Kurs einer Karte liegt in der Regel näher am Referenzkurs als der einer Wechselstube.
  • Eine Reserve, die nicht verplant ist, in bar, getrennt vom übrigen Geld aufbewahrt.

Wie groß die Reserve

Zehn Prozent über Plan decken die gewöhnlichen Überschreitungen ab — ein teureres Taxi, ein Abendessen mehr, ein Ticket, das niemand eingerechnet hatte. Zwanzig sind sinnvoll, wenn Sie in ein Land fahren, dessen Währung Sie nicht verfolgen, oder wenn im Plan etwas steht, das sich vorher nicht prüfen lässt.

Eine Reserve ist kein Budget: Wer sie im Kopf schon ausgegeben hat, hat keine.

Landeswährung vorher kaufen

Für die Schweiz ist das noch vertretbar. Franken bekommen Sie in Deutschland mit einer Spanne, die sich in Grenzen hält, und für die erste Fahrkarte oder die Autobahnvignette ist es angenehm, etwas dabeizuhaben.

Für alles andere außerhalb der Eurozone — Ungarn, Türkei, die meisten Ziele in Asien — ist der Kauf zu Hause meist ein schlechtes Geschäft. Die Spanne einer Währung ist dort am breitesten, wo sie nicht verwendet wird, weil die Wechselstube damit rechnen muss, dass die Scheine liegen bleiben. Nehmen Sie Euro mit und tauschen Sie vor Ort, oder zahlen Sie gleich mit Karte in der Landeswährung.

Bei Złoty und tschechischen Kronen liegt es dazwischen: kein Drama, aber im Land bekommen Sie fast immer mehr für dasselbe Geld — in der Stadt, nicht am Flughafen oder direkt an der Grenze.

Zwei Prüfungen vor der Abreise

  • Sehen Sie nach, was Ihre Bank für Abhebungen und Zahlungen außerhalb des Euro berechnet. Das ist oft ein Prozentsatz des Betrags, manchmal zusätzlich ein fester Posten. Diese zwei Zahlen entscheiden, ob Bargeld oder Karte für Sie persönlich günstiger ist.
  • Schauen Sie sich die Jahresspanne des Paares an. Nicht um etwas zu timen — nur um zu wissen, ob der heutige Kurs eher am oberen oder am unteren Ende dessen liegt, wo er im letzten Jahr war. Das dauert zwei Sekunden und ändert gelegentlich, wie viel Sie umtauschen.

Was mit dem Rest passiert

Für Nachbarländer, in die man ohnehin wieder fährt, lohnt sich der Rücktausch selten: Sie zahlen die Spanne ein zweites Mal für Geld, das Sie im Sommer wieder brauchen. Für Währungen, die Sie so bald nicht wiedersehen, tauschen Sie besser noch vor der Rückreise, dort, wo sie zu Hause sind.

Nach der Reise

Vergleichen Sie ein paar Kartenumsätze auf dem Kontoauszug mit dem Referenzkurs des jeweiligen Tages. Ein Abstand, der deutlich größer ist als das angegebene Auslandsentgelt Ihrer Bank, bedeutet, dass irgendwo dynamisch umgerechnet wurde — gut zu wissen vor der nächsten Reise.

Die Kurse der zurückliegenden Tage stehen in den Kursverläufen, und einzelne Beträge rechnet der Währungsrechner gegen.

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Häufige Fragen

Über das, was zwischen dem Referenzkurs und Ihrem Kontoauszug passiert: wie die EZB-Liste entsteht, warum das Kartensystem einen anderen Kurs abrechnet, was die dynamische Währungsumrechnung am Terminal kostet, wie sich Reisekosten in Franken oder Złoty planen lassen und wie abgeleitete Kreuzkurse zustande kommen. Wir rechnen die Beispiele mit echten Zahlen durch.

Nein. Die Texte erklären Mechanismen und rechnen Beispiele vor, sie empfehlen keine Entscheidung und prognostizieren keinen Kurs — schon deshalb nicht, weil die EZB je Arbeitstag nur einen einzigen Referenzkurs veröffentlicht und daraus keine Prognose folgt. Wir sind weder Bank noch Wertpapierunternehmen noch Finanzberatung. Für Entscheidungen über Kredite, Anlagen oder größere Umtauschgeschäfte sprechen Sie bitte mit Ihrer Bank oder einer zugelassenen Fachperson.

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