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Geld über die Grenze schicken — drei Kosten, nicht eine

Wenn Geld aus dem Ausland ankommt, richtet sich die Aufmerksamkeit fast vollständig auf den Wechselkurs. Der Kurs ist auf dieser Strecke meist die kleinste von drei Kosten.

Eine Einschränkung vorweg: Innerhalb des einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums entfällt der größte Teil davon. Eine SEPA-Überweisung in Euro von Wien oder Madrid nach Hamburg wird nicht umgerechnet, darf nach europäischem Recht nicht mehr kosten als eine Inlandsüberweisung, und Zwischenbanken schneiden nichts ab. Interessant wird es bei allem, was außerhalb dieses Raums oder in einer anderen Währung läuft — aus der Schweiz, aus Großbritannien, aus den Vereinigten Staaten.

Kosten eins — das Entgelt des Absenders

Wer überweist, zahlt seiner Bank oder seinem Zahlungsdienst ein Entgelt. Bei einer Bank ist es oft ein fester Betrag, unabhängig von der Summe; bei einem Transferdienst häufig ein Prozentsatz.

Hier steckt eine Wahl, die leicht zu übersehen ist: wer die Entgelte trägt. Bei Überweisungen außerhalb von SEPA lässt sich einstellen, ob der Absender alles trägt, die Kosten geteilt werden oder der Empfänger alles trägt. Trägt der Empfänger, darf sich jede zwischengeschaltete Korrespondenzbank auf dem Weg bedienen — und dann kommt weniger an, als abgeschickt wurde, ganz ohne Zutun des Wechselkurses.

Wer eine feste Summe erwartet, sagt das dem Absender am besten vorher. Innerhalb von SEPA erübrigt sich die Frage: Dort ist die geteilte Variante vorgeschrieben.

Kosten zwei — das Entgelt für den Zahlungseingang

Dieser Punkt überrascht die meisten, weil er in keiner Kurstabelle vorkommt.

Kommt eine Zahlung von außerhalb des SEPA-Raums oder in Fremdwährung auf Ihrem Konto an, berechnet die empfangende Bank ein Entgelt für die Bearbeitung. Das hat mit der Umrechnung nichts zu tun und fällt an, ob Sie umrechnen lassen oder nicht. Die Höhe steht im Preis- und Leistungsverzeichnis, oft als Prozentsatz mit Mindest- und Höchstbetrag.

Bei großen Summen fällt es kaum ins Gewicht. Bei regelmäßigen kleinen Eingängen — monatliche Unterstützung, Rechnungen als Freiberufler, eine Rente aus der Schweiz — ist es oft der größere Posten als der Kursunterschied zwischen der besten und der schlechtesten Bank.

Die praktische Folge: Ein Vergleich allein nach dem Kurs führt hier zur falschen Antwort. Eine Bank mit dem besten Ankaufskurs kann teurer sein als eine mit schlechterem Kurs und niedrigerem Eingangsentgelt, wenn die Beträge klein und häufig sind.

Kosten drei — die Umrechnung

Erst jetzt kommt der Kurs ins Spiel. Wird Fremdwährung umgerechnet, wendet die Bank ihren eigenen Ankaufskurs an, und der liegt unter dem veröffentlichten Referenzkurs.

Der Abstand zwischen diesen beiden Zahlen ist der Preis der Umrechnung. Bei 1.000 Euro Gegenwert reicht er von wenigen Euro bei einer günstigen Bank bis zu zwanzig und mehr bei einer teuren.

Was viele nicht wissen

Sie müssen in der Regel nicht bei Eingang umrechnen. Geld kann auf einem Fremdwährungskonto liegen bleiben und dann umgerechnet werden, wenn Sie es wollen — oder gar nicht, wenn Sie es in dieser Währung ausgeben.

Das zählt in zwei Fällen:

  • Regelmäßige Einkünfte in Fremdwährung. Jede Zahlung einzeln umzurechnen bedeutet, die Spanne jedes Mal zu zahlen. Sammeln und seltener umrechnen bedeutet, sie seltener zu zahlen.
  • Eine bekannte künftige Zahlung in derselben Währung. Umrechnen, um es dann wieder zurückzurechnen, heißt die Spanne zweimal zu zahlen, ohne Grund.

Ein Währungskonto ist nicht kostenlos; viele Banken verlangen eine Kontoführungsgebühr. Die Rechnung lohnt sich trotzdem, sobald mehrere Eingänge im Jahr zusammenkommen.

Bank oder Transferdienst

Spezialisierte Anbieter werben damit, „zum echten Kurs" umzurechnen, und nehmen dafür ein offen ausgewiesenes Entgelt. Der Vergleich mit einer Bank ist dadurch einfacher, weil beide Posten getrennt dastehen statt einer im Kurs versteckt zu sein.

Günstiger ist das nicht automatisch. Bei kleinen Beträgen gewinnt der Anbieter mit dem niedrigsten festen Entgelt, bei großen der mit der engsten Spanne. Und die Frage, was am anderen Ende beim Empfänger ankommt und was dessen Bank für den Eingang berechnet, bleibt in beiden Fällen dieselbe.

Wie man ehrlich vergleicht

Rechnen Sie die drei Posten auf den Betrag, den Sie tatsächlich bewegen, in der Häufigkeit, in der Sie ihn bewegen. Bei einer einzelnen großen Überweisung dominiert der Kurs, und es lohnt sich, zu vergleichen. Bei einem kleinen monatlichen Eingang dominieren die festen Entgelte, und der Kurs spielt kaum eine Rolle.

Das ist eine Rechnung, und sie zeigt meist woandershin als die Kurstabelle.

Für den Kursteil dieser Rechnung finden Sie die Referenzkurse in der Währungsübersicht; den Gegenwert eines konkreten Betrags liefert der Währungsrechner.

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Häufige Fragen

Über das, was zwischen dem Referenzkurs und Ihrem Kontoauszug passiert: wie die EZB-Liste entsteht, warum das Kartensystem einen anderen Kurs abrechnet, was die dynamische Währungsumrechnung am Terminal kostet, wie sich Reisekosten in Franken oder Złoty planen lassen und wie abgeleitete Kreuzkurse zustande kommen. Wir rechnen die Beispiele mit echten Zahlen durch.

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