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Acht Fehler beim Geldwechseln und was jeder davon kostet

Geldwechseln sieht nach einer Besorgung ohne Entscheidung aus — man geht irgendwohin und wechselt. Trotzdem liegen beim selben Betrag zwischen der besten und der schlechtesten Variante regelmäßig mehrere Prozent.

1. Die Umrechnung am Terminal annehmen

Wer im Ausland mit Karte zahlt, bekommt vom Terminal oft die Frage, ob in Euro abgerechnet werden soll. Das klingt nach Service. Es ist eine Umrechnung zu einem Kurs, den der Händler festlegt — dynamische Währungsumrechnung —, und sie ist fast immer schlechter als der Kurs Ihrer eigenen Karte.

Immer die Landeswährung wählen. Das ist der teuerste und zugleich am leichtesten vermeidbare Fehler auf dieser Liste.

2. Am Flughafen wechseln

Wechselschalter an Flughäfen haben die breitesten Spannen, die einem im Alltag begegnen. Bezahlt wird die Lage, nicht die Leistung. Für einen kleinen Betrag nach der Landung in Ordnung, für alles Größere nicht.

Dasselbe gilt für Automaten in Bahnhofshallen und für Wechselstuben in Fußgängerzonen mit sehr viel Laufkundschaft.

3. Den Kurs vergleichen und die Gebühr übersehen

Ein Kurs, der besser aussieht, kommt oft mit einem Prozent Provision — und liegt damit hinter einem scheinbar schwächeren Kurs ganz ohne Provision. Fragen Sie immer nach dem Betrag, den Sie am Ende bekommen, nicht nach dem Kurs.

4. Alles auf einmal wechseln

Wer länger unterwegs ist oder in Raten zahlt, bindet mit einem einzigen Umtausch die gesamte Summe an den Kurs eines Tages. Zwei oder drei Teilbeträge garantieren keinen besseren Schnitt, aber sie begrenzen den Schaden eines schlechten Tages.

5. Die falsche Richtung vergleichen

Der beste Kurs beim Verkauf von Devisen ist nicht der beste Kurs beim Kauf. Die Wechselstube mit dem höchsten Ankaufskurs hat oft auch den höchsten Verkaufskurs.

Entscheiden Sie zuerst, auf welcher Seite Sie stehen, und vergleichen Sie dann — sonst sagt die Rangfolge nichts.

6. Die falsche Spalte vergleichen

Im Schaufenster stehen zwei Kurse, und der größer gedruckte ist fast immer der, der für Sie nicht gilt. Wenn Sie Fremdwährung mitbringen, gilt der Ankaufskurs — der niedrigere der beiden. Wenn Sie Fremdwährung kaufen, gilt der Verkaufskurs.

Zwei Wechselstuben lassen sich erst vergleichen, wenn Sie in beiden dieselbe Spalte lesen. Den Ankauf der einen gegen den Verkauf der anderen zu halten, ist kein Vergleich, sondern eine Verwechslung.

7. Glauben, „keine Provision" heiße kostenlos

Das Schild stimmt; der Schluss daraus nicht. Die Marge einer Wechselstube steckt im Abstand zwischen Ankauf und Verkauf, und dieser Abstand ist in den Zahlen im Fenster längst enthalten. Eine Provision wäre eine zweite, gesondert erhobene Gebühr — und die gibt es tatsächlich meistens nicht.

Sichtbar werden die wirklichen Kosten erst, wenn Sie den erhaltenen Kurs mit dem Referenzkurs desselben Tages vergleichen.

8. Für einen kleinen Betrag herumlaufen

Der Unterschied zwischen dem besten und dem schlechtesten Anbieter in einer Stadt liegt selten über einem Bruchteil eines Prozents. Bei 100 Euro ist das weniger als ein Euro — und weniger als die Fahrkarte zum besseren Schalter.

Eine Regel, die Zeit spart: Unter zweihundert Euro wechseln Sie dort, wo es am nächsten ist. Über tausend lohnen sich zwei Minuten Vergleich, bevor Sie das Haus verlassen.

Ein neunter Fehler, der leiser ist

Zu viel Restgeld zurückzubringen. Wer 200 Franken übrig hat und sie zu Hause zurücktauscht, zahlt die Spanne ein zweites Mal — beim Kauf und beim Verkauf. Für Nachbarländer, in die man ohnehin wieder fährt, ist es oft sinnvoller, den Rest liegen zu lassen; für Währungen, die man selten wiedersieht, wechselt man besser schon vor der Rückreise, wo sie zu Hause sind.

Was am Ende zusammenkommt

Bei 2.000 Euro sind zwei Prozent Unterschied 40 Euro. Das ist die Art Zahl, für die sich fünf Minuten Vergleich lohnen — und für die es sich nicht lohnt, durch die halbe Stadt zu fahren.

Der Maßstab für jeden dieser Vergleiche ist derselbe: der Referenzkurs des Tages. Er steht auf jeder Währungsseite, und der Währungsrechner rechnet Ihnen aus, was Ihr Betrag danach wert wäre — die Differenz zum Angebot am Schalter ist der Preis des Umtauschs.

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Häufige Fragen

Über das, was zwischen dem Referenzkurs und Ihrem Kontoauszug passiert: wie die EZB-Liste entsteht, warum das Kartensystem einen anderen Kurs abrechnet, was die dynamische Währungsumrechnung am Terminal kostet, wie sich Reisekosten in Franken oder Złoty planen lassen und wie abgeleitete Kreuzkurse zustande kommen. Wir rechnen die Beispiele mit echten Zahlen durch.

Nein. Die Texte erklären Mechanismen und rechnen Beispiele vor, sie empfehlen keine Entscheidung und prognostizieren keinen Kurs — schon deshalb nicht, weil die EZB je Arbeitstag nur einen einzigen Referenzkurs veröffentlicht und daraus keine Prognose folgt. Wir sind weder Bank noch Wertpapierunternehmen noch Finanzberatung. Für Entscheidungen über Kredite, Anlagen oder größere Umtauschgeschäfte sprechen Sie bitte mit Ihrer Bank oder einer zugelassenen Fachperson.

Ohne festen Zeitplan. Ein neuer Text entsteht, wenn es etwas Konkretes zu erklären gibt; bestehende Texte ergänzen wir, sobald sich Regeln oder Zahlen ändern — etwa wenn die EZB eine Währung aus ihrer Liste nimmt. Das Datum der letzten Änderung steht an jedem Beitrag, damit Sie sehen, auf welchem Stand er ist.